Ein Konzept von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus der Region München-Ost

Auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen entlang der Bahnstrecke München-Rosenheim, mit wenig baulichen Maßnahmen und vergleichsweise zügig und kostengünstig zu realisieren. Der Schnelle Radweg zwischen München und Ebersberg wird ein attraktives Angebot an alle Radler*innen: egal ob sie auf der gesamten Strecke pendeln oder Teilstücke nutzen.

2 Radtouren und 1 Sommerfest

Radler*innen aus München und den östlichen Landkreisen erkundeten, was schon gut ist am Schnellen Radweg und was noch besser werden könnte (und muss). Weiterlesen …

Die Strecke im Überblick

Berg am Laim > Trudering-Riem > Haar > Grasbrunn > Vaterstetten-Baldham > Zorneding > Kirchseeon > Ebersberg

Während Straßennetz und Flughäfen umfassend ausgebaut sind, bestehen bei öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei der Infrastruktur für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen riesige Lücken – gerade im ländlichen Bereich. Dabei ist ein Ausbau alternativer und umweltfreundlicher Verkehrswege oft nicht nur sehr leicht möglich, sondern bringt durch die Entlastung der Straßen auch diejenigen schneller voran, die wirklich auf ein Auto angewiesen sind.

Von den fünf Radschnellwegen ins Umland, die derzeit von der Stadt München untersucht werden, führt leider keiner in den Südosten Richtung Ebersberg. Deshalb stellen GRÜNE aus der Stadt und dem Umland von München diese Strecke vor, die auf über zwanzig Kilometern weitgehend abseits des Autoverkehrs die betroffenen Gemeinden miteinander verbinden soll. Dabei würde eine ebenso alltagstaugliche wie familienfreundliche Trasse geschaffen werden, die Pendler*innen und Freizeitradler*innen komfortabel zum Radeln einlädt. Menschen in einem der am stärksten wachsenden Gebiete Bayerns erhielten eine attraktive Wahlmöglichkeit in ihrer alltäglichen Mobilität – ohne bestehende Verkehrswege zu beschneiden.

Schirmherr Dr. Markus Büchler, MdL

Dr. Markus Büchler, MdL
Dr. Markus Büchler – Foto: Stefan M. Prager

Als Sprecher für Mobilität von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag und passionierter Radfahrer unterstützt Dr. Markus Büchler den Schnellen Radweg München-Ebersberg:

Der Radverkehr kann Straßen und überfüllten ÖPNV entlasten. Damit sich viele Pendler*innen auf den Sattel schwingen, brauchen wir leistungsfähige und sichere Radwege zwischen Stadt und Umland.

Dr. Markus Büchler, MdL

Auf vorhandenen Wegen und über neue Brücken

Der Schnelle Radweg München-Ebersberg führt soweit möglich nah an den Bahngleisen der Strecke München-Rosenheim. Auf langen Strecken bieten Wirtschaftswege und stillgelegte Gleise bereits jetzt den nötigen Platz und können mit wenig Aufwand zu gut befahrbaren Radwegen abseits des Autoverkehrs aufgewertet werden.

Hier freuen wir uns auf eine gute und enge Kooperation mit der Deutschen Bahn, deren trassenbegleitende Infrastruktur ein wichtiger Schlüssel für die Realisierung des Schnellen Radwegs ist.

Um ein schnelles und sicheres Fortkommen zu sichern, werden fünf neue Brücken benötigt, und zwar überall dort, wo auch die Bahn Straßen überquert. Dies sind in Berg am Laim die Baumkirchner Straße, in Trudering die Schwablhofstraße, in Gronsdorf die Schneiderhofstraße, in Haar die Vockestraße (B471) und in Vaterstetten die Möschenfelder Straße. Die Abschnitte des Schnellen Radwegs, die durch geplante Neubaugebiete führen, zum Beispiel am Rappenweg in Trudering, müssen frühzeitig in die Planung eingebracht werden. Bis zur Realisierung bieten sich entsprechende Ausweichwege an.

Die Streckenabschnitte

Berg am Laim

Kernstück des ersten Abschnitts ist der ehemalige Rosenheimer Bahndamm, auf dem fast 5 km abseits des Autoverkehrs möglich sind.

Trudering

Der Truderinger Teil des Schnellen Radwegs führt nördlich der Gleise vom Schatzbogen bis zum S-Bahnhof Gronsdorf. 

Teilabschnitt Haar

Haar

Die Wegführung entlang der Bahn entspricht dem beschlossenen Mobilitätskonzept der Gemeinde Haar. 

Grasbrunn

Der Schnelle Radweg Ostbahnhof-Ebersberg soll auch in Grasbrunn entlang der Bahnstrecke verlaufen.

Vaterstetten und Baldham

Auch hier führt der Schnelle Radweg auf gut drei Kilometern beinahe durchgehend direkt an den Bahngleisen entlang.

Zorneding

Von Baldham kommend biegt der Schnelle Radweg nach Süden und verlässt für kurze Zeit die Bahnlinie, um bestehende Radwege zu nutzen.

Eglharting und Kirchseeon

In der Gemeinde Kirchseeon wird das Zentrum umfahren und ein stillgelegtes Gewerbegebiet genutzt.

Ebersberg und Grafing

Zwischen Kirchseeon und Ebersberg gibt es bereits einen Radweg entlang der B304. Nach Grafing kann ein Wirtschaftsweg entlang der Bahn aufgewertet werden.

Wir arbeiten an der Umsetzung

Lesen Sie hier die Pressestimmen zu unserem Konzept

Was ist ein Schneller Radweg?

Ein „Schneller Radweg“ ist eine Radverkehrsführung, auf der viele Radfahrer*innen sicher und zügig über Strecken von 15 bis 25 km vorankommen und auf dem durchschnittliche Geschwindigkeiten von 20 km/h und mehr gut zu fahren sind. Der Weg muss breit genug für breite Lastenräder sein und bei Gegenverkehr genug Platz für sicheres Passieren bieten. Er soll ganzjährig und bei jeder Witterung gut befahrbar sein.

Der Schnelle Radweg unterscheidet sich von einem „Radschnellweg“, der genormten Anforderungen genügen muss, die auf dem Schnellen Radweg München-Ebersberg nur mit größerem baulichen und finanziellen Aufwand hergestellt werden können, wie zum Beispiel eine durchgängige Mindestbreite.

Bundesmittel für die Finanzierung

Bei der Finanzierung von Planung, Asphaltierung, Brücken und Beschilderung werden die Gemeinden nicht alleine gelassen. Erst kürzlich hat der Bund ein Programm zur Förderung von Radwegen aufgelegt. Das Finanzhilfe-Sonderprogramm „Stadt und Land“ umfasst bis zu etwa 657 Millionen Euro, allerdings nur bis 2023. Deshalb darf hier keine Zeit vertrödelt werden.

Website des Sonderprogramms „Stadt und Land“

Zudem setzt unser Vorschlag soweit möglich auf die Nutzung bestehender Wege, die kostengünstig ertüchtigt werden können.